Lob und Tadel für die Telekom
Anfang September stellte ich den Tarif meiner Eltern um, damit sie DSL haben würden und wir skypen könnten. Doch so einfach, wie mir die Kollegin an der Telekom-Hotline erzählte, ist die Umstellung nicht. Sie versicherte mir, ich bräuchte keinen Splitter. Das war falsch. Lob und Tadel liegen bei der Telekom wie so oft auch hier nahe bei einander.
Vorhang auf
Am 7.9.2011 stellte ich bei der Telekom-Hotline den Tarif meiner Eltern auf einen Call & Surf Tarif um. Außerdem bestellte ich den DSL-Router Speedport W 723V zur Miete. Die Kollegin an der Hotline fragte nach, welchen der Anschüsse ich nehmen wolle:
- Standard
- Universal
- IP-Telefonie
Sie empfahl mir den Anschluss mit IP-Telefonie. Ein großer Vorteil sei, dass ich mit dem Speedport W 723V keinen Splitter und keinen NTBA benötigen würde. Gesagt, getan. In den nächsten Tagen kamen die verschiedensten Schreiben, Auftragsbestätigungen und der DSL-Router.
Die Bereitstellung solle am 15.09. sein. Da war ich zwar leider nicht bei meinen Eltern, doch am Tag danach würde ich loslegen.
Zur Vorbereitung las ich mir die Unterlagen des Speedport W 723V durch. Das las sich alles sehr einfach, vor allem bei einem Anschluss mit IP-Telefonie. Das eine Ende des DSL-Kabels in die Telefondose, das andere Ende an den Router. Fertig.
Am 15. September war ich doch sehr überrascht von den vielen Anrufen von Verwandten und Bekannten, die sich erkundigten, weil sie meine Eltern nicht erreichten… aber am nächsten Tag würde ich den Router anschließen. Es sah ja alles so einfach aus.
Tadel…
Am Nachmittag des 16. Septembers kamen wir zu Hause in Höchst i. Odw. an. Ich schloss den Router wie beschrieben an. Die LEDs für Power und WLAN leuchteten wunderbar grün. Doch sonst? Nichts. Kein DSL. Ich hatte doch alles richtig gemacht, oder? Ein Blick in die Schnellstartanleitung:
Stimmte alles. Kein Splitter. Auch in der Bedienungsanleitung keine Rede davon.
Der Versuch, die Telekom-Hotline (hach, ich hatte ja mein iPhone dabei…) zu erreichen, schlug zunächst fehl. Zuerst die Warteschlange. Dann nach fast einer Viertelstunde ein Freizeichen. Dann Totenstille. Tot. Immerhin, beim nächsten Versuch kam ich irgendwann gegen 16:30 Uhr durch.
Mooooment! Ob ich Typ A oder Typ B des Speedport hätte? Auf der Packung, in den Unterlagen und auch auf dem Lieferschein stand nichts von Typ A oder Typ B.
Da stand nur “Speedport W 723V”. Ach, tatsächlich: Auf der Rückseite des Geräts stand noch “Typ A”. Der Kollege war sich ziemlich sicher, dass ein “Speedport W 723V Typ A” einen Splitter benötigte. Er ließ mich kurz in der Leitung und fragte nach. Also die Leitung sei in Ordnung, aber ich bräuchte noch einen Splitter, ganz sicher, ließ er mich wissen.
Er könne mir zwar einen Splitter zuschicken, aber am schnellsten wäre es, ich holte mir einen von einem Telekomladen in der Nähe. Er suchte mir die nächsten Laden heraus. Ich wählte Michelstadt, und fuhr hin. Der Kollege im Shop wusste sofort Bescheid (ja, da brauchen sie mit Typ A einen Splitter, erst die Typ B…) und händigte mir einen Splitter aus. Ich fuhr wieder zurück nach Höchst, schloss den Splitter an. Alles in Butter.
Ich bin sauer darauf, dass
- die Kollegin mich nicht informierte, dass es vom Speedport W 723V einen Typ A und einen Typ B gibt
- in den Unterlagen nirgendwo (zumindest nicht für mich offensichtlich) die verschiedenen Typen erwähnt werden und man für einen Typ A einen Splitter benötigt
- die Telekom-Hotline wieder überlastet war
- ich fast zwei Stunden mit Telefonieren und durch die Landschaft fahren vergeudete
Liebe Telekom: Wenn Ihr unbedingt ein paar Cent bei den Bedienungs- und Schnellstartantleitungen sparen wollt, dann informiert zumindest die Mitarbeiter der Hotline über die verschiedenen Typen des Speedport.
…und dennoch ein Lob
Ja, ich bin irgendwie sauer. Aber alle Kollegen von Hotline und Telekom-Shop waren sehr nett und hilfsbereit. Und bis auf die Kollegin, die sich vertan hat, auch kompetent. Doch vermutlich wusste sie es einfach nicht besser. In meiner bisherigen, langjährigen und wechselhaften Beziehungen mit der Telekom war ich mit den einzelnen Personen immer sehr zufrieden. Eigentlich immer hat “das System” versagt. Danke für die schnelle Hilfe.
Ach ja…
Am vergangenen Freitag habe ich die Einrichtung durchgeführt. Am darauffolgenden Montag (vorgestern) kam noch ein Umschlag der Telekom mit den Einrichtungsunterlagen:
Wichtig: Bitte führen Sie die Einrichtung am Tag der Bereitstellung durch!
In der Übersicht ist doch tatsächlich und wunderbarerweise ein Splitter zwischen Telefondose und Speedport Router:
Vielleicht kommt diese Woche noch der Splitter per Post…
P.S.: Liebe Telekom, falls Ihr Euch bei mir entschuldigen wollt, dann schaut bitte im Abschied Abschnitt Spende nach. Da könntet Ihr mir und anderen eine kleine Freude machen.




